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    Chris Wood & Andy Cutting  
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  Quelle: Crossroots, ISBN 3-935943-00-8 (Verlag C.Ludwig, 2002)  
    Autor: Richard Schuberth  
 

„This Jekyll and Hyde combination - enabling each to understand the other instinctively almost as one person - is still operational.“

Frank Ickinger (The Living Tradition)

„Afflicted with amazing talent.“

Alistair Anderson

Viel gerühmtes englisches Fiddle/Akkordeon-Duo der 90er Jahre, das an stilistischer Brillanz aus der englischen Szene heraussticht, über ein sehr breites Repertoire verfügt u. auch von den irischen u. schottischen Szenen vorbehaltlos anerkannt wurde. Chris Wood aus Kent startete seine musikalische Karriere zunächst als Gitarrist u. Bassist in der Folk-Szene von Canterbury. Von 1977 bis 1982 spielte er in Alan Prossers Oyster Ceilidh Band, einem Vorläufer der berühmten Oyster Band. In dieser Zeit lernte er sich selbst die Fiddle u. landete schließlich bei der Old Hat Dance Band. Nach einem ersten Kanadaaufenthalt, wo er sich für die Fiddlestile von Cape Breton u. Québec zu begeistern begann, Mitglied bei der Band Polkabilly. Martin Carthy, auf dessen Album Right Of Passage er gastiert, wird ihm Freund u. Mentor. 1990 besucht Wood sein großes Vorbild, die French-Canadian-Fiddlerin Lisa Ornstein in Québec u. kommt zurück mit einer großen Sammlung frankokanadischer Tunes, die er mit seinem neuen musikalischen Partner Andy Cutting einspielt. Bei der berühmten Fiddles on Fire -Tour trat er mit dem Pariser Violinisten u. Komponisten Jean Francois Vrod (Trio Violon) auf. Andy Cutting wurde 1969 in Nordengland geboren u. begann erst mit 15 das englische Button-Akkordeon zu spielen. Großes Vorbild war ihm dabei John Kirkpatrick. Nach drei Jahren, in denen er täglich bis zu neun Stunden pro Tag übte, wurde ihm die Ehre zuteil, Akkordeonist des letzten Line-ups der englischen Bordun-Experimentalband Blowzabella zu werden. Er spielte auch mit Nigel Eaton u. Paul James beim Blowzabella-Ableger Ancient Beatbox, bei Scarp u. bei Waltzer. Chris Wood, der es mit Andy Cutting versteht, auch den gefälligsten Morris-Tunes düstere u. interessante Aspekte abzugewinnen, fasst ihr breites Repertoire folgendermaßen zusammen: „Basically there is the one-row material, the dance music, and this includes most of the Quebecois material. Then there is what we call the ‘art’, which also includes the songs. The ‘art’ is difficult to pin down we’ve got Norwegian music, French music, songs we’ve written ourselves, English madrigals, songs from American rock bands - there’s a big variety.“ Mit Neil Harland, Ian Carr u. Jim Sutherland bildete er das kurzlebige panbritische Quartett Fishut u. war weiters Mitglied der Studioband von June Tabor. 1996 gesellte er sich zur walisischen Band der Sängerin Julie Murphy, Fernhill. Auf ihrem Album Lusignac näherten sie sich stärker an die französische Bordunszene an, spielten ausschließlich französische Tunes (u. eigenkomponierte im französischen Stil) u. ließen sich dabei vom Akkordeonisten Jean Blanchard, sowie den Drehleierspielern Gilles Chabenat u. Nigel Eaton begleiten. Die Lieder auf Lusignac stammen ausschließlich aus der englischen Tradition. Als Sänger, Fiddler u. Violaspieler nahm Chris Wood gemeinsam mit Martin Carthy u. Roger Wilson von der House Band 1998 die CD Wood Wilson Carthy auf. Mit Karen Tweed & Ian Carr bilden Wood & Cutting das Two Duos Quartet. Mit June-Tabor-Begleitmusiker Mark Emerson (f, viola, piano) und Steeleye-Span-Bassist Tim Harries formierte Cutting das innovative Trio 1651 - benannt nach dem Erscheinungsdatum von John Playfords berühmter Sammlung englischer Tanztunes.