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Tierknochen oder Suppenlöffel zählen neben der Rahmentrommel Bodhrán zu den wichtigsten Perkussionsinstrumenten in der irischen traditionellen Musik, ihre Verwendung ist sogar mit einiger Sicherheit älter als die der Bodhrán. Sie sind mit den spanischen Kastagnetten vergleichbar und passen großartig zum galoppierenden Rhythmus der irischen Reels. Ihre leichte Transportier- und Spielbarkeit machen sie zu beliebten Sessioninstrumenten. Die funktionale Zweckentfremdung metallener Löffel zur rhythmischen Begleitung leitet sich plausiblerweise von den guten alten „Kitchen Sessions“ her, wie sie im ländlichen Irland gepflogen wurden. Zwei längliche Knochen (zumeist aus Wal- oder Schafsbein) oder längliche flache Holzstücke (aus Walnuss-, Eichen- oder Ahornholz) oder aber Löffel werden zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger gehalten und in bestimmten Rhythmen gegeneinandergeschlagen. Wahre Könner verwenden bis zu vier Stücke. Rhythmische Effekte und Klangvarianz werden beim Spoons-Spiel auch dadurch erzeugt, dass die Löffel alternierend gegen Oberschenkel, Tischkanten und/oder die flache freie Hand geschlagen werden. Die kastagnettenartige Verwendung von Knochen wurde schon von den Sumerern gepflogen, Jongleure aus dem alten Rom sollen ihr Spiel im restlichen Europa verbreitet haben. In Irland dürften sie als Instrument schon lange in Verwendung gewesen sein. Ihr ausgefeiltestes und synkopischstes Spiel wurde allerdings ab der Mitte des 19. Jahrhunderts durch die aus Amerika kommenden Minstrel-Shows in Großbritannien und Irland verbreitet. Zu deren Besetzung gehörte neben dem Banjospieler auch stets der Bones-Spieler („Mr.Bones“). Diese künstlerische Weiterentwicklung des primitiven Instrumentes färbte auf traditionelle Musik und den frühen Jazz ab. Einer, der die Spoons bei seinen clownesken Darbietungen auch außerhalb des Session-Folk zu Ehren kommen lässt, ist der englische Singer/Songwriter und Tausendsassa Rory McLeod. |
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