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    Martin Wyndham-Read  
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  Quelle: Crossroots, ISBN 3-935943-00-8 (Verlag C.Ludwig, 2002)  
    Autor: Richard Schuberth  
 

„When Wyndham Read sings „The creaking of the saddle is the only sound you hear“, he conjures up the taste and smell of the Australian wilds far more effectively than any Crocodile Dundee film.“

John J. Falstaff (Dirty Linen)

Martin Wyndham-Read hatte im ersten britischen Folk-Revival die unschätzbare Rolle des Ambassadeurs australischer Folk-Songs inne. Er wurde am 23. August 1942 in Crawley, Sussex, geboren. 1960 ging er für sieben Jahre nach Australien, ein Aufenthalt, welcher die englischen Folk-Revival-Szene mit unzähligen traditionellen Liedern dieses Kontinentes bereichern sollte. Bereits 1961 tingelte er als Folksinger durch die Kneipen u. Coffee-Shops von Sidney u. Melbourne, reiste Lieder sammelnd mit den australischen Schafscherern herum u. nahm für das Label Score einige Platten auf. Er kehrte 1967 nach England zurück, wo er von der dortigen Folk-Szene nicht zuletzt wegen seines beachtlichen Repertoires australischer Songs mit offenen Armen aufgenommen wurde. Im selben Jahr noch beteiligte er sich an A. L. Lloyds berühmtem Konzeptalbum Leviathan. Mit Ned Kelly And The Gang, einer Sammlung australischer Outlaw-Songs (auf die dereinst Nick Cave zurückgreifen sollte) debütierte er am britischen Plattenmarkt. Es folgten ein Dutzend Platten, auf denen er mit verschiedenen englischen Folk-Berühmtheiten zusammenarbeitete: Frankie Armstrong, Alistair Anderson u. Roy Harris auf Valiant Sailor u. Sea Shanties, Nic Jones auf Emu Plains (welche 2001 von Fellside Records als CD neu aufgelegt wurde) u. John Kirkpatrick auf The Old Songs. Maypoles Mistletoe war einer seiner größten Erfolge, ein Konzeptalbum, das den Wechsel der vier Jahreszeiten zum Inhalt hatte. Auf einem seiner jüngsten Alben, Sunlit Plains,widmete er sich der Lyrik der australischen Buschpoeten Henry Lawson, Jim Grahame u. Steele Gray, aber auch der modernerer australischer Singer/Songwriter wie Graeme Miles u. Eric Bogle u. wurde dabei von Jez Lowe, Chris Leslie u. anderen musikalischunterstützt. 2001 interpretierte er auf Where Ravens Feed ausschließlich Songs des Teesside-Poeten Graeme Miles und ließ sich dabei von seiner No Man’s Band (Iris Bishop, Bob Winquist u. Gary Holder) begleiten.