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    The Whisky Priests  
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  Quelle: Crossroots, ISBN 3-935943-00-8 (Verlag C.Ludwig, 2002)  
    Autor: Richard Schuberth  
 

„They are as unique as a band who are truly unique can be - you’ll never see another live band to touch them.“

Manchester Evening News

Die Whisky Priests repräsentieren die Umsetzung des Folk-Punk, wie ihn die Pogues u. die Men They Couldn’t Hang entwickelt hatten, für die proletarische Musik der Countys Durham u. Northumberland, Regionen, die von einer untergegangenen Kohle- u. Stahlindustrie geprägt sind. Dieser Bezug wird von der Band um die Zwillinge Gary u. Glenn Miller mit trotziger proletarischer Attitüde oft genug strapaziert. Dabei bedienen sie sich teils des Repertoires an traditionellen Bergarbeiterliedern, wie es die High Level Ranters für ihr grandioses Konzeptalbum The Bonnie Pit Laddie (1978) rezipiert hatten, teils eigenkomponierter Songs. Besonders Frontman Gary Miller erweist sich dabei als hervorragender Lyriker u. trägt die Lieder mit trotzigem Pathos u. einer für den Folk-Punk unüblichen sonoren, ja „brechtianischen“ Stimme vor. Die Whisky Priests wurden im August 1985 von den Millers gegründet, als diese noch in die Gilesgate Comprehensive School in Durham gingen. 1988 starteten sie ihre Plattenkarriere mit den Maxi-Singles No Chance u. Grandfatha’s Fatha. Im Jahr darauf brachten sie ihr Debütalbum Nee Gud Luck auf den Markt. Die Whisky Priests bestanden zu dieser Zeit aus Gary Miller (voc, g, bouzouki, mandolin), Glenn Miller (p-acc), Bill Bulmer (mandolin, harmonica, bouzouki, jew’s harp), Mick Tyas (e-b, voc), Steve Green (dr, perc) u. Mandolinist u. Fiddler Pete French verstärkte durch die Verwendung der Northumbrian Pipes den assoziativen Bezug zum englischen Nordosten. The First Few Drops (1992) ist eine Kompilation füher Aufnahmen. Auf Timeless Street (1992) interpretierten sie auschließlich selbst komponiertes Material. Hinter der vordergründigen Radauattitüde verbarg sich bei den Whisky Priests stets ein in sich stimmiges Konzept, das sie zu besonders seriösen u. originalen Vertretern des nur zu oft dilettantischen Folk-Punk machte. Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts gehörten den Priests neben den Miller-Brüdern Hugh Bradley (e-g, fl, mandolin), Andy Tong (e-b) Cozy Dixon (dr) an, - zuweilen auch der schottische Folk-Rock-Veteran an der Fiddle, Chuck Fleming (JSD-Band). Als Hugh Bradley ging, stieg wieder Mick Tyas, der „gemütliche Dicke mit der rauen Stimme“ bei den Priests ein. Gemeinsam mit Blyth-Power-Frontman Joseph Porter gründeten die Miller-Brüder übrigens das viel beachtete Trio Mad Dogs And Englishmen.