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    Mary Black  
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  Quelle: Crossroots, ISBN 3-935943-00-8 (Verlag C.Ludwig, 2002)  
    Autor: Richard Schuberth  
 

„The music is smooth, pleasant, almost bland in quality, but is differentiated by the rich singing and floating melodies of a woman who could be equally at home performing in a rural Irish pub or at a North American barndance, or even in a smoky London jazz club.“

Mark J. Prendergast (Isle of Noises)

„I started started in folk music, but never felt there should be any boundaries in music. Fortunately, here in Ireland there’s an openness about music that allows you to step outside the categories.“

Mary Black

Der berühmteste Spross der musikalischen Black-Family zählt zu den populärsten und anspruchsvollen Popsängerinnen Irlands und trat ähnlich wie ihre Kollegin Maura O`Connell ihre Karriere im irischen Folk-Revival der 70er Jahre an, dessen Einflüsse - aber auch die von amerikanischem Country - in ihren viel gecoverten Songs immer wieder durchklingen. Sie verfügt über eine kristallklare Stimme mit lebenserfahrener Ausdrucksstärke. Mary Black wurde am 23. Mai 1955 in Dublin geboren, wo sie in einem musikalisch offenen und fruchtbaren Klima - ihr Vater war ein Fiddler von Rathlin Island, die Mutter eine begnadete Sängerin - ebenso durch B. Dylan, J. Mitchell, Billie Holiday als auch mit traditioneller Musik sozialisiert wurde. Als Lead-Sängerin der Folkband General Humbert begann sie ihre Karriere Mitte der 70er Jahre, ihre erste Soloplatte Mary Black katapultierte sie 1983 auf Platz 4 der irischen Charts und brachte ihr ein Goldenes Album und den Irish Independant Arts Award for Music ein. Kurz danach stieg sie als Vokalistin bei der Revival-Legende Dé Dannan ein, mit der sie die Alben Song For Ireland und Anthem aufnahm. Ab 1986 verfolgte sie mit Unterstützung von Ex-Moving-Hearts-Gitarrist Declan Sinnott ihre Solokarriere weiter, die von Gold- und Platinplatten gepflastert ist. Sie hatte das Kleid der Folksängerin größtenteils abgelegt und zeigte sich als kraftvolle Interpretin von Contemporary Songs. 1987 und 1988 wurde sie im Rahmen des Irish Rock Music Awards Poll zur besten Künstlerin gekürt. Ihr Album No Frontiers erreichte die Top 20 der New Adult Contemporary Charts in den USA. 1990 sang sie mit Nashville-Diva Emmylou Harris und Dolores Keane sowie mit Richard Thompson für die preisgekrönte Fernsehdokumentation über irische Musik Bringing It All Back Home. Außerdem mit Van Morrison auf dessen Album Celtic Heartbeat. 1994 waren sie, Dolores Keane und Clannads Máire Brennan als „prominente Zugpferde“ gemeinsam mit den weiblichen irischen Nachwuchsstars Eleanor McEvoy, ihrer Schwester Frances Black und Sharon Shannon am meistverkauften irischen Album aller Zeiten, A Woman’s Heart (sowie dessen Nachfolgealbum A Woman’s Heart 2), beteiligt. Frühling 1995 sang sie im New Yorker Bottom Line Club im Duett mit Joan Baez zwei Songs, die auf deren Live-Album Ring Them Bells erschienen. Mit Circus endete die Zusammenarbeit mit D. Sinnott, der bei ihrem bewusst kommerziellen Sound, welcher die Qualität ihrer klaren, dunklen Stimme nicht schmälerte, immer auch auf Folk-Zitate bedacht war. Mit Larry Klein (Ex-Produzent von Joni Mitchell, Bryan Adams, Tina Turner und Peter Gabriel) drängte sie vermehrt auf den amerikanischen Markt, auf dem sie ohnehin bereits eine gefragte Interpretin war. Sehr traditionelle Töne schlug sie bei ihrem Beitrag zu Paddy Moloneys Konzeptalbum Long Journey Home an (mit dem Emigration-Song Paddy’s Lamentation). Für ihr Album Speaking With The Angel gewann sie als Produzenten Donal Lunny und Steve Cooney, der auch einige Songs für sie schrieb. Daneben finden sich darauf Covers von Liedern von Fairport Convention, Crowded House, Sandy Denny, der Titeltrack des Kanadiers Ron Sexsmith und eine Live-Version der Sting-Nummer Fields of Gold.