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„... concertina played as you’ve probably never heard it before.“
Alex Monaghan (The Living Tradition)
Der Concertina-Spieler u. -komponist aus Edinburgh galt bereits in seinen Teens als bester Interpret auf seinem Instrument. Sein Genie bestätigten ihm prominente Kollegen wie Phil Cunningham (mit dem er ein Duett auf dem Konzeptalbum 90ies Collection bestreitet), Donal Lunny u. Aly Bain. Er ließ es jedoch nicht darauf beruhen u. avancierte gleichzeitig zum wohl besten Concertina-Jazzer der Welt, was ihm den Titel Charlie Parker der Concertina eintrug. Dabei lässt sich sein Oeuvre nicht einfach auf Celtic Swing beschränken, obgleich er stark vom Ansatz eines Jim Sutherland u. dessen Band Easy Club beeinflusst ist. Vielmehr reißt er mit unvergleichlicher Ironie die Grenzen zwischen schottischem Instrumentalfolk (der immer auch irische Tunes enthält) u. Jazz ein, wobei er starke Anleihen an Bepop, Blues u. Latin Jazz nimmt, aber auch ironisch mit Hip-Hop, Ragga u. Techno experimentiert (was besonders auf seinem für Folkverhältnisse mehr als „avantgardistischen“, gemeinsam mit Jazz-Keyboarder Fergus MacKenzie aufgenommenem Album Exhibit A zum Tragen kommt). Simon Thoumire wurde 1971 in Edinburgh geboren. Die Concertina spielt er seit 1982. 1989 gewann dieses „Wunderkind“ den Young Tradition Award von BBC Radio 2 sowie den Award der Zeitschrift FolkRoots für den innovativsten Auftritt. Mit seinem swingigen Concertinaspiel gehörte er von Anfang an zur ersten Riege des schottischen Celtic Jazz, ob als Mitglied des Cauld Blast Orchestrasoder der Band Sheannachie, der er bereits seit 1987 angehörte. 1990 debütierte er gemeinsam mit dem jazzerprobten nordenglischen Gitarristen Ian Carr (siehe Karen Tweed & Ian Carr) mit dem Album Hootz am Plattenmarkt. Er studierte an der Heriot Watt University u. lud 1993 die Jazzmusiker Kevin MacKenzie (g, e-g) u. Brian Shiels (d-bass) dazu ein, mit ihm in der Band Simon Thoumire Three seine musikalischen Ideen zu verwirklichen. Das atemberaubende u. souveräne Resultat dieser Fusion waren die Alben Waltzes For Playboys u. March, Strathspey & Surreal (auf dem Simon Thorpe B. Shiels Stelle eingenommen hatte). Thoumire ist in unzählige Projekte involviert, trat mit Hazel & Jennifer Wrigley bei Yehudi Menuhins Live Music Now-Show auf, leitet das neunköpfige Simon Thoumire Orchestra, mit welchem er seine Celtic Connection Suite verwirklichte, u. gründete 1997 gemeinsam mit Fiddlerin Eilidh Shaw, Bandkollegen Kevin MacKenzie u. Bouzouki- u. Dudelsack-Wizard Malcolm Stitt (Deaf Shepherd) die Gruppe Keep It Up, mit der er sich wieder traditionellerer Musik annimmt. Daneben ist er ein eifriger Produzent u. Mentor. Unter dem Pseudonym Hamish MacGregor brachte er z. B. Konzeptalben heraus, wie solche mit schottischen Liebesliedern, - auf seinem eigenen Label Tartan Tapes, das mit Foot Stompin’ Records ein Sublabel dazubekommen hat. Beide Labels begannen zur Jahrtausendwende eine wichtige Anlaufstelle für die junge schottische Szene zu werden u. Major-Labels wie Greentrax, Lochshore u. Culburnie somit ernsthaft Konkurrenz zu machen. |
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