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    Dan Ar Braz  
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  Quelle: Crossroots, ISBN 3-935943-00-8 (Verlag C.Ludwig, 2002)  
    Autor: Richard Schuberth  
 

„Je rêve de cela pour la Bretagne, et la France ne pourrait y être que gagnante. C’est und rêve, mais il faut rêver.“

Dan Ar Braz

Der bretonischer Gitarrist aus Quimper wechselt zwischen moderner Singer/Songwriter-Poesie, bretonischem Folk-Revival und kontemplativen New-Age-Sounds, bleibt nichtsdestoweniger eine der zentralen Figuren der Musik der Bretagne. Bereits 1963 entdeckte er die Rockgitarre, begeisterte sich für Jimmy Hendrix und die Rolling Stones und landete Ende der 60er Jahre in der Band Alan Stivells, wo er sein Oeuvre durch „keltischen“ Folk-Rock erweiterte. 1973 gründete er seine eigene Band MOR. Kurze Zeit war er auch Mitglied von Fairport Convention (1976), mit deren Musikern er bis heute engen Kontakt hielt. In Frankreich nahm Ar Braz einige Platten für das Label Hexagon auf, bis er auf Music For The Silences To Come (1985) sehr ruhige, stimmungsvolle Töne fand, die seinen Ruf als einen der gefragtesten akustischen Gitarristen der bretonischen und französischen Folk-Szene festigten. Zusammenarbeit mit den Gruppen Kadwaladyr und Triskell, mit den Liedermachern Glenmor und Gilles Servat, mit Gabriel Yacoub (Malicorne), Jacques Higelin, Melaine Favennec, Didier Squiban, dem Berbermusiker Idir, dem galicischen Dudelsackspieler Carlos Nuñez, mit Patrick Molard, Jacques Pellen und v. a. Sein produktivestes Jahr war 1992, in dem er für das Label Keltia gleich drei Alben einspielte. Auf einem davon, das sich hauptsächlich den Liedern seines Poetenfreundes Xavier Grall widmete, begleiteten ihn auch Uillean-Piper Ronan Le Bars (Glaz, Pennoù Skoulm), der englische Akkordeonist John Kirkpatrick und Maartin Allcock, der selbst bereits bei den Fairport Convention, aber auch bei Jethro Tull gespielt hatte. Das folgende Jahr sah ihn als Initiator eines der bombastischsten Musikprojekte aller in diesem Lexikon vertretenen Szenen. Am 24. Juli vereinigte er im Rahmen des 70. Festivals de Cornouaille 75 MusikerInnen zum Superorchester l’Héritage des Celtes, das auch die traditionsreiche Shotts Pipe Band aus Glasgow, die Bagad Kemper, den irischen Vater des Rhythm & Reel, Donal Lunny, John McSherry, Máire Ní Chathasaigh, Jacques Pellen, Alain Genty und viele andere bedeutende Musiker in seinen Reihen hatte. L’Héritage des Celtes wurde zu einer stehenden Einrichtung. Die erste CD verkaufte sich allein in Frankreich 230.000 Mal. Er komponierte außerdem den französischen Beitrag zum Eurovisions-Song-Contest des Jahres 1996, Diwanit Bugale, ein Lied aus der Feder von Gweltaz Ar Fur in bretonischer Sprache, gesungen von Mitgliedern des irischen A-cappella-Chors Anúna, der zwei Jahre zuvor beim Song-Contest in Dublin zum Erfolg von Bill Whelans Riverdance-Show mit beigetragen hatte.