Schnellsuche Musiker

Hier können Sie schnell nach Musikern/Bands suchen. Geben Sie einfach den Namen in das Suchfeld ein und klicken Sie auf das Such Icon....



Die Musiker der Band CARA vereinigen auf einzigartige Weise den Gesang gleich zweier Sängerinnen mit irischen Instru-mentalstücken auf höchstem Niveau. Sie haben durch viele Eigenkompositionen und neue Arrangements einen unver-wechselbaren Stil geschaffen. Als inter-national renommierte Band tourt CARA regelmäßig durch die USA, Deutschland und Europa. [mehr]


Niamh hails from Killarney, where she started playing music at the age of 4. An All-Ireland Champion on both fiddle and concertina, Niamh had supported The Chieftains and Noel Hill, in addition to performing at festivals throughout France and England.... read [more]


After 3 CDs of original and contemporary songs, Fil returned to her roots for her most recent CD, Songbirds, which is the basis for her current touring show. A collection of folk songs popular in the 30s, 40s and 50s, Read [more]


Artikel anzeigen

       
    Afro Celt Sound System  
  Artikel mit Nennung von Musikern / Bands, ...  
Dieser Artikel wurde 690 mal gelesen
 
 
  Quelle: Crossroots, ISBN 3-935943-00-8 (Verlag C.Ludwig, 2002)  
    Autor: Richard Schuberth  
 

„This time round the world has changed, class politics are being replaced by ethnic politics, Serbs versus Albanians, Catholics against Protestants, regionalism is on the rise. Bands like Afro Celts can act as an antidote to this, when we play at a festival, we can say: ‘look, ethnic fusion is possible, you don’t have to loose your identity, you can mix and it is fun’. We don’t go down to the road of sloganising or writing propagandist songs, that just doesn’t work, because it becomes a closure. If we have any political message, if we have power, it is as a metaphor for what is possible.“

Simon Emerson

Wie nur wenigen Fusionprojekten der letzten 20 Jahre gelingt es dem Afro Celt Sound System durch Rückgriff auf sehr alte Musikformen zeitgenössische Musiktrends an Modernität zu überholen. Irische Uilleann-Pipes- und Whistle-Reels, atmosphärische Slow-Airs, psychedelische Sean-Nós-Sequenzen, westafrikanische Songs und Kora-Sounds und jede Menge Ethnopercussion werden unter Aufbietung der gesamten zur Verfügung stehenden Computertechnologie mit furiosen Techno- und Djunglebeats und diversen Ambient-Sounds vermischt: eine Art Weiterführung der legendären irischen Moving Hearts mit den Mitteln der urbanen Clubbing-Kultur der 90er Jahre. Und nirgends anderswo konnte diese Hybride sich entwickeln als im multikulturellen ravenden London. Dass diese freilich nicht in billigem, effekthascherischen Eklektizismus ausartete, verdankt sie der Integrität und dem kulturellen Wissen ihrer hochkarätigen Besetzung, die sich von einem losen Studioprojekt zu einer einigermaßen fixen Liveband verfestigte: 1995 fand sich das Projekt zur Aufnahme des Albums Sound Magic, dessen Set Whirl-Y-Reels sofort die britischen und amerikanischen Charts stürmte, in folgendem Line-up zusammen: Ex-Working-Week-Mitglied und Kopf des Sound Systems, Simon Emerson (g, k, programming), Keyboarder und Komponist Jo Bruce, der 1997 an einer Asthmaattacke verstarb, James McNally (keyb, whistles, bodhrán, p-acc), das Aushängeschild des gälischen Sean-Nós-Gesangs, Iarla Ó Lionáird, Ayub Ogada aus Kenia, der bretonische Harfenbarde Myrdhin und Kauwding Cissoklho (voc, kora) und Masamba Diop (voc, perc) von der berühmten senegalesischen Band Baaba Maal. Daneben bediente sich das ACSS vieler illustrer Gäste; die Uilleann Pipes, unverzichtbarer Bestandteil ihres unbändigen Sounds, steuerte und a. auch Davy Spillane bei, fast zum festen Kern der Band wurde jedoch der Teufelspiper Ronan Browne, welcher wegen anderer Projekte, unter anderem der irischen Band Cran, immer öfter Emer Mayock seinen Platz übeließ. Bei Volume 2: Release, der zweiten von Martin Russell produzierten Platte des Sound Systems gastierten auch Michael McGoldrick (Lúnasa) und der englische Drehleiervirtuose Nigel Eaton (Blowzabella). Die Band hat im Laufe der Jahre einige Umbesetzungen erfahren. Die beiden Musiker von Baaba Maal zum Beispiel wurden durch Moussa Sissokhlo (talking drum, djembe) und dem formvollendeten Entertainer N’Faly Kouyate (voc, kora, balafon) abgelöst. Diesem Line-up gelingt es, Instrumente aus verschiedenen Traditionen so miteinander kommunizieren zu lassen, als hätten sie es nie anders getan. Zwischen den Beats der modernen Dancefloors schmuggelt das Afro Celt Sound System Musikformen in den Geschmack eines breiteren Publikums, deren Wildheit und Schönheit ansonsten weiters nur den einschlägigen Fachszenen vorbehalten geblieben wäre.