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Mary Black's distinguished career has spanned over 25 years from her early days in Dublin folk clubs through ever-escalating success with seven platinum solo albums. Read [more]


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    Silly Wizard  
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  Quelle: Crossroots, ISBN 3-935943-00-8 (Verlag C.Ludwig, 2002)  
    Autor: Richard Schuberth  
 

„Often in the long journeys together in the van, it was so much fun just going along with everybody, all talking and contributing to some of the funniest conversations I’ve ever heard in my entire life. You’d be literally in tears of laughter at the end. We would just go into the hall and carry on as we had been. It was a very funny group, a very inventive group of people to be around.“

Andy M. Stewart

Neben den Tannahill Weavers, Ossian u. der Battlefield Band waren Silly Wizard das bedeutendste Ensemble des mittleren schottischen Folk-Revivals (siehe Scottish Traditional Music & Scottish Folk-Revival). Anders als genannte Bands benutzte diese Gruppe junger freakiger Enthusiasten aus Edinburgh, die Anfang der 70er Jahre beschlossen, die schottische Tradition in die eigene Hand zu nehmen, statt des lauten Hochlanddudelsackes das Piano-Akkordeon, u. in Phil Cunningham fanden sie einen der virtuosesten Akkordeonisten der Welt. Die Duelle zwischen ihm u. seinem Bruder, dem Fiddler Johnny Cunningham, in die die gesamte Band mit Gitarre, E-Bass u. Banjo einstimmten, brachten Konzerthallen auf der ganzen Welt zum Kochen. Dabei gingen Schnelligkeit u. Drive nie auf die Kosten der melodiösen Komplexität ihres schottisch-irischen Repertoires. Nie zuvor war die stolze Wildheit schottischer Musik stärker betont worden, welche lange Zeit vom jovialen u. gezierten Sound der Ceilidh-Bandsu. Fiddle-Orchestras überlagert war. Die Wizards also verbanden - wie es die irischen Planxty u. andere Bands schon vor ihnen getan hatten - ältere Traditionen mit dem Drive zeitgenössischer Popularmusik, ohne den genuinen Charakter der Tradition zu sehr in Richtung Rock zu verändern. Martin Haddens virtuoser E-Bass setzte bei den Wizards nur dezente Akzente. Die Ur-Formation von Silly Wizard geht aufs Jahr 1972 zurück u. bestand aus Gordon Jones (g, mandolin), Bob Thomas (g), Chris Pritchard (voc) u. Madelaine Taylor (voc, g, bodhrán, spoons). Letztere ging bald zu einer Band namens Witches Promises u. Pritchard wurde durch den erst 15-jährigen Fiddler Johnny Cunningham (f, mandolin, viola) ersetzt. 1974 stieß ihr künftiger Lead-Sänger Andy M. Stewart hinzu, nachdem die Band - zugleich eine ständig am Hungertuch nagende Wohngemeinschaft - für einige Monate in Liverpool gejamt hatte. Mit dem Multiinstrumentalisten Freeland Barbour (p-acc) u. Pat Donaldson (b) nahm dieses Line-up ihre erste LP Silly Wizard auf, auf der A. Stewarts düster-elegischen Songs dominierten. Die Aufnahmetechnik war miserabel, u. dennoch ist der dumpfe Klang von einem gewissen antiquarischen Reiz. Thomas u. Donaldson stiegen aus, Freeland Barbour ging zur Wallochmoor Ceilidh Band. Statt ihnen stiegen Bassist Martin „Mame“ Hadden u. Johnnys Bruder Phil ein, erst 16 Jahre alt u. bereits mehrmaliger schottischer Akkordeonchampion, außerdem ein exzellenter Spieler der Bouzouki, Tin-Whistle u. der Keyboards, später Synthesizer. Ihre Arrangements waren perfekt, ihre furiose Darbietung äußerst professionell. Wem die lyrische Expressivität anderer keltischer Revivalbands mit ihren schrillen Instrumenten u. hohen Tonlagen zu gewöhnungsbedürftig schien, der war bei Silly Wizard mit ihrem „wärmeren“ u. „tieferen“ von den Bässen des Akkordeons bestimmten Sound bestens aufgehoben. Und die wilden Sets aus Reels u. Jigs boten einen Kontrast zu Stewarts weicher u. zugleich kraftvoller Stimme, mit denen er elegisch-sentimentale Songs, zunehmend Eigenkompositionen, interpretierte. Die folgenden Platten Caledonias Hardy Sons (1978), So Many Partings (1979) u. Wild & Beautiful (1981) waren ihre besten Studioalben. Die Mitglieder der Band begannen sich auch als Solisten zu profilieren, was zu Erosionserscheinungen innerhalb der Band führte. Stewart, Phil u. John Cunningham hatten jeder Anfang der 80er Jahre erfolgreiche Soloalben aufgenommen, Letzterer war nach Amerika ausgewandert, weswegen ihn auf Wild & Beautiful auch Dougie MacLean an der Geige ersetzte (nur bei Torneen in die USA u. bei einzelnen Gigs in Schottland blieb Johnny Cunningham treues Mitglied der Band). Der Sound der 80er Jahre war der allgemeinen Entwicklung iro-schottischen Folks entsprechend, sieht man von den Live-Alben Golden, Golden u. Live in America ab, zunehmend von Phil Cunninghams Synthesizer-Arrangements geprägt, u. einem Songmaterial, das sehr mit kontemporärem Kitsch liebäugelte, wie auf den Alben Kiss My Tears Away (1983)u. A Glint Of Silver (1987). Dabei wurde man bei zweiterem Album durch atemberaubende Sets selbst komponierter Reels entschädigt. Ihre Abschiedstournee gaben Silly Wizard 1988. Ein letztes Zeugnis von ihrem Drive, Witz u. ihrer Virtuosität, für alle die sie nie live erlebt haben, gibt die Videoaufzeichnung eines Konzertes, das am 1. April im Center Stage in Atlanta über die Bühne ging. Silly Wizards LP-Erstling wurde 1998 unter dem Titel The Early Years von Lapwing Records als CD neu aufgelegt.