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„lefthanded music rising out of ireland, dipping down through a ringing bouzouki on a mellow bass into africa and france, the whistle cutting up and out again the scat singing voice, tunes familiar turning strange (...) free mind, free pulse, the sap of tradition strained through latenight africa, moon over seashore ireland and the curfew calling over nein city streets. Breath it.“
Theo Dorgan
Deiseal (sprich: Deschal) brachten das lyrische und jazzige Potenzial traditioneller irischer Instrumentalmusik wie keine andere Band zum Schwingen und setzten mit ihrem bouzouki- und low-whistle-zentrierten Crossover auf sehr relaxte und glaubwürdige Weise Donal Lunnys Experimente in Richtung Jazz (Moving Hearts) fort. Das Trio bestand aus erfahrenen Sessionmusikern, die seit den 80er in ihrer Heimatstadt Dublin in verschiedenen Projekten an der Grenze von Folk und Jazz involviert waren (siehe auch Celtic Swing). Sie hatten u a. mit Elvis Costello und dem Celtic Orchestra zusammengespielt. Cormac Breatnach, Sohn eines irischen Journalisten und einer Spanierin aus dem Baskenland, steuerte schon 1986 bei dem berühmten Sean-O’Riada-Gedenkkonzert der Donal-Lunny-Band sein virtuoses Querflötenspiel bei. Bei Deiseal konzentrierte sich Breatnach jedoch auf Tin-Whistle & Low-Whistle. In Gitarre- und Bouzoukispieler Niall Ó Callanáin (mit dem er schon in der Gruppe Seantán gespielt hatte) sowie Bassisten Paul O’Driscoll (E- und Kontrabass) fand er geeignete Mitstreiter für sein Projekt, bei dem irische Tunes mit der Leichtfüßigkeit des Gypsy Swing und des brasilianischen Bossa Nova in völlig neue musikalische Richtungen plätscherten und mäandrierten. War bereits The Long Long Note eine der progressivsten Alben des neueren irischen Folk-Revivals, so ergänzten Deiseal auf ihrem zweiten Album Sunshine Dance das bewährte Tin-Whistle/Bouzouki/Bass-Line-up durch Saxophonisten Richie Buckley, Perkussionisten u.Tablaspieler Conor Guilfoyle und die Sängerin Mirabelle De Nuit, welche die komplexen Arrangements durch Scat-Gesang abrundete und ein französisches Pop-Chanson zum Besten gab. Zum lyrischen Jazz/Swing-Ansatz gesellten sich hierbei nun auch afrikanische, afroamerikanische und andere Ethnoperkussionstile hinzund Nach Auflösung der Band blieben ihre Mitglieder auch als Solomusiker ihrem Ansatz treund Auf seinem bahnbrechenden Whistle-Album Musical Journey lud sich Cormac Breatnach unter anderem Karen Tweed ins Studio. Auf Strings And Things, auf dem er sich unter anderem von M. Breatnach und Mairtín O’Connor begleiten ließ, bewies O’Callanain sowohl seine Fähigkeiten als „String-Wizard“ wie auch als Komponist neuer Tunes. |
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