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    Jackie Daly  
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  Quelle: Crossroots, ISBN 3-935943-00-8 (Verlag C.Ludwig, 2002)  
    Autor: Richard Schuberth  
 

„Probably the best accordionist in Ireland“

The New York Times

Jackie Daly, der neben Mairtín O’Connor prominenteste Akkordeonspieler des irischen Folk-Revivals, entstammt der reichen Musiktradition von Sliabh Luachra an der Grenze der Countys Cork und Kerry (siehe County Kerry & Sliabh Luachra). Er wurde am 22. Juni 1955 in Kanturk, Co.Cork, geboren. Mit sieben begann er Akkordeon, später Concertina zu spielen und holte sich seine Kenntnisse von den Tanzbands der Region. Der Fiddler Jim O’Keefe, ein Schüler des legendären Pádraig O’Keefe (1887-1963), beeinflusste ihn in seiner frühen Phase nachhaltig, die stark von der Musik seiner Heimatregion geprägt war und ihren Niederschlag auf Dalys Plattenerstling Music of Sliabh Luachra Vol. 6 (neu aufgelegt vom Label Green Linnet) findet. Seinen ersten All-Ireland-Championtitel gewann Daly 1974. Durch zunehmende Kontakte zur boomenden Folk-Szene Irlands erweitert er seine stilistischen Möglichkeiten und festigt dort seinen Ruf als Virtuose. Jackie Daly gilt als der erste Protagonist des so genannten „Dry Sound“ beim zweireihigen chromatischen Akkordeon: Bis Mitte der 70er Jahre waren die jedem Ton zugeordneten Zungen etwas unterschiedlich gestimmt, was einen „feuchten“ Vibrato-Ton zur Folge hat. Daly sorgte durch Gleichstimmung der Zungen für einen klareren, „trockeneren“ Ton. Seine langjährige Affinität zu Fiddlemusik kulminiert in zwei klassischen Aufnahmen, eine davon mit dem Fiddler Séamus Creagh aus Cork, mit welchem er ein reguläres Duo bildete und des Öfteren beim Irish Folk Festival in Deutschland gastierte, sowie dem Album Eavesdropper, mit dem genialen Kevin Burke. Ende der 70er Jahre wird er Mitglied bei Dé Dannan, 1984 stieg er bei Séamus & Manus McGuires Band Buttons & Bows ein. Als gefragtester Akkordeonist des Folk-Revivals wurde er Mitglied bei Bands wie Kinvara, Dolores Keanes Reel Union, bei Arcady und Patrick Street. Besonders ins Repertoire der beiden letztgenannten Ensembles flossen J. Dalys Eigenkompositionen ein, Tunes von besonderer melodiöser Schönheit, die in ihrer Struktur von rein traditioneller Musik merklich abweichen, der er dennoch stärker verhaftet bleibt als sein Kollege M. O’Connor. Mit Domhnach Is Dálach (Many’s A Wild Night) brachte er nach langer Zeit wieder ein Soloalbum heraus, voller selten gehörter Tunes und reizvoller Eigenkompositionen.