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    Dordán  
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  Quelle: Crossroots, ISBN 3-935943-00-8 (Verlag C.Ludwig, 2002)  
    Autor: Richard Schuberth  
 

„The music of Dordán is unlike any other in Ireland today - a culmination of taste, touch, and talent spanning the traditional and the classical with unsurpassed elegance and imagination.“

Earle Hitchner

Irisches Ensemble aus Galway, dessen Konzept sowohl irische Instrumentalmusik als auch europäische Barockmusik u. spätere klassische Musik sowie deren ästhetischen u. historische Berührungsfelder beinhaltet. Dass barocke Melodien dabei ein dezent irisches Feeling bekommen, liegt vor allem an der Instrumentierung. Dordán, das sind die Tin-Whistle-Pionierin Mary Bergin, die zudem Block- u. Querflöte spielt, Dearbhaill Standún (v, viola) aus Spiddal, Galway, u. die Harfenistin Kathleen Loughnane aus Nenagh, Co.Tipperary. Mittlerweile hat sich auch Perkussionistin u. Sängerin Martina Goggin hinzugesellt. Ihren ersten gemeinsamen Auftritt hatten Dordán 1990 in der St. Nicholas’ Cathedral in Galway. Auf ihren zwei CDs Dordán u. Ceol na Gealaí (Jigs To The Moon) interpretieren sie neben traditionellen Slow Airs u. Tänzen (unter die sich auch eine österreichische Polka, The Windhofer, verirrt hat) Kompositionen barocker Meister wie Georg Friedrich Händel, Henry Purcell, Gottlieb Muffat, Anna Magdalena Bach (From a little Notebook..), u. späterer Komponisten wie Mozart, Beethoven oder Jan Ladislav Dusek. Und als Verbindungsglied zwischen irischer u. klassischer (italienischer) Traditionen natürlich Weisen des irischen Harfenkomponisten Turlough O’Carolan (1670-1738). Ein exzellentes Ensemble, das trotz kammermusikalischer Note bei seinen Interpretationen irischer Reels u. Jigs deren genuinen Drive & Swing nicht vermissen lässt u. dessen eher konservativer Ansatz besonders durch Martina Goggins Gesang u. Ethnopercussion ein zeitgenössisches Gegengewicht erhält. Auf ihrer von Steve Cooney produzierten CD The Night Before engten Dordán ihr gemischtes Repertoire thematisch auf weihnachtliche Themen ein. Auf Celtic Aire griff Produzent Cooney auch vermehrt in die Saiten seiner Gitarre. Dieses Album enthielt neben den obligatorischen Traditionals, Tunes von Händel, Mozart u. O’Carolan noch mehr Eigenkompositionen der Bandmitglieder.